Faszination Regenwald

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Das Itapoa-Projekt - mit Schokolade den Regenwald retten

Am 6. Juli 2010 hielt ich in der Grundschule von Tangstedt (Kreis Pinneberg) einen Regenwaldvortrag. Frau Gerlach hatte mich eingeladen, ihren Schülerinnen und Schülern der Klassen eins bis vier etwas über den faszinierenden Regenwald zu erzählen. Dort habe ich Raúl Nieto aus Ecuador kennengelernt.

Raúl ist Biologe und kämpft für seinen Regenwald. Gemeinsam mit den Kindern der Grundschule Tangstedt hat er Schokolade hergestellt, die Kakaobohnen hat er selbst in seinem 12 Hektar großen Regenwald-Paradies angebaut.

Vorschaubild: Raul Nieto

Raúl bei der Arbeit / Raúls Regenwald
(Bilder: Copyright, Antoine Cazin)

Biologische Vielfalt: der Chocó

Raúl lebt in Puerto Quito etwa 100 Kilometer nordwestlich der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Das Klima in Puerto Quito ist tropisch-feucht, denn die Stadt gehört zur Region des Chocó, dessen tropische Regenwälder sich vom Westen Kolumbiens bis in den Nordwesten Ecuadors erstrecken.

Der Chocó gehört zu einem Hotspot biologischer Vielfalt, dem Tumbes-Chocó-Magdalena-Hotspot. Dieser erstreckt sich auf einer Länge von 1500 Kilometern zwischen Panama und Peru und wird im Westen vom Pazifik und im Osten von den Anden begrenzt. Hotspots biologischer Vielfalt kennzeichnen Gebiete, in denen es besonders viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten gibt.

Vorschaubild: Raul im Regenwaldy Vorschaubild: Kakaobohne

Raúl im Regenwald / Kakaofrucht (Bilder: Copyright, Antoine Cazin)

Systematische Zerstörung

Seit 50 Jahren wird der Regenwald in Raúls Heimat systematisch zerstört. Bis auf wenige kleine Reste wurde fast der gesamte Regenwald Puerto Quitos von internationalen Holzkonzernen abgeholzt. Auf den gerodeten Flächen werden Ölpalmen angebaut. In der Region Puerto Quito liegt mit 340 Quadratkilometern bereits die zweitgrößte Anbaufläche Ecuadors, das damit bereits zwei Millionen Tonnen Palmfrüchte jährlich produziert, Tendenz steigend.

Mit Schokolade den Regenwald retten

Raúl möchte den übrig gebliebenen Regenwald schützen und gerodete Flächen in seiner Region wieder aufforsten. Dazu sammelt er Samen von von Regenwald-Pflanzen und zieht daraus Sprösslinge heran, die er in den zerstörten Bereichen einpflanzt. Schon über 10.000 Pflanzen fanden dadurch eine neue Heimat in Raúls Regenwald. Doch Raúl forstet nicht nur den Regenwald auf, er möchte, dass die Kleinbauern von Puerto Quito von ihrem Regenwald leben können ohne ihn zu zerstören.

Vorschaubild: Kakaoblüte  Vorschaubild: Kakaofrüchte  Vorschaubild: Kakaofrüchte

Die Blüten und Früchte des Kakaos wachsen direkt am Stamm der Pflanze (Bilder: Copyright, Antoine Cazin)

"Chocolate to save the rainforest" heißt Raúls zweites Projekt. Er konnte seine Nachbarn überzeugen, Kakao anzupflanzen statt Ölpalmen. Kakaopflanzen können zwischen den Regenwald-Bäumen wachsen, der Regenwald muss nicht gerodet werden, und die einheimischen Bauern verdienen Geld, indem sie Schokolade aus Regenwald-freundlichem Bio-Kakao herstellen. 25 Familien mit zusammen 150 Hektar Regenwald machen schon mit, die Bio-Schokolade soll nach Europa exportiert und verkauft werden.

Vorschaubild: Kakaosameny Vorschaubild: Kakaosamen

Die Samen des Kakaos (Bilder: Copyright, Antoine Cazin)

Kontakt

Wenn Sie mehr über Raúl Nieto und sein Projekt wissen wollen, kontaktieren Sie mich oder Raúl direkt unter: info[ät]itapoareserve.com. Seine Homepage hat die Adresse http://www.itapoareserve.com. Raúl spricht Englisch und Spanisch. Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Antoine Cazin zur Verfügung gestellt. Antoine berichtet in seinem Buch "Choco - Ecuador" über Raúls Projekt.

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