Faszination Regenwald

Bild Vielfalt im Regenwald

Vielfalt der Wirbeltiere in tropischen Regenwäldern

Wenn man sich vom Nord- oder Südpol in Richtung des Äquators bewegt, nehmen die Artenzahlen von Säugetieren, Vögeln und Fischen zu. Die erhöhte Artenzahl an Säugetieren lässt sich auf den Zuwachs an baumbewohnenden Arten (Affen, Faultiere, Ameisenbären usw.) zurückführen. In den zehn Jahren zwischen 2000 und 2010 wurden 1.200 Wirbeltier- und Pflanzenarten entdeckt. Würden wirbellose Tiere wie zum Beispiel Insekten und Würmer eingerechnet, wäre die Zahl noch viel größer.

Allerdings hat eine Studie der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) aus dem Jahr 2010 hat gezeigt, dass sich die Gefährdungsklasse von 52 Säugetier-, Vogel und Amphibienarten in der Rote Liste erhöht hat.

Rote Listen

In den sogenannten Rote Listen werden ausgestorbene, verschollene und gefährdete Tier-, Pflanzen- und Pilzarten gelistet. Rote Listen informieren über Gefährdungsfaktoren und Maßnahmen zum Schutz der Arten.

Vögel

Die Tiergruppe der Vögel ist wahrscheinlich die am besten erforschte Gruppe Tierreich. Trotzdem gibt es auch bei den Vögeln Probleme, die genaue Zahl der Arten anzugeben. Von 9.000 bekannten Brutvogelarten sind 1.500 direkt an tropische Regenwälder gebunden. Nimmt man die Zugvogelarten hinzu, die in den Tropen überwintern, so erhöht sich die Zahl noch. Es gibt Regionen im Amazonastiefland von Peru, in denen leben 200 Vogelarten in Gemeinschaften zusammen. Gut erhaltene Wälder der gemäßigten Breiten beherbergen 30 bis maximal 40 Vogelarten.

Weltweit werden jährlich nur noch ganz wenige neue Vogelarten entdeckt, und es ist zu vermuten das die tatsächlich auf der Erde vorkommende Zahl von Vogelarten nur noch gering von der bekannten Artenzahl von 9.000 abweicht. Die Klasse der Vögel gilt heute als die bestuntersuchte des Tierreichs. Trotzdem wurde erst im Oktober 2006 in Kolumbien eine bisher unbekannte Finken-Art entdeckt.

Fische

Von allen 26.000 weltweit bekannten Fischarten findet man in Westeuropa 60, im Flußsystem des Amazonas dagegen annähernd 3.000 Arten.

Säugetiere

In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die Zahl der entdeckten Säugetierarten von 4.000 auf 5.000 erhöht. Sogar unbekannte Primaten (Halbaffen, Affen und Menschenaffen) werden noch entdeckt. Russell Mittermeier, der Präsident der amerikanischen Umweltorganisation "Conservation International" geht davon aus, dass es wenigstens noch etwa 100 Primatenarten zu entdecken gibt.

Stumpfnasenaffen

Im Jahr 2010 wurde in Burma eine neue Affenart (Rhinopithecus strykeri) entdeckt. Wegen ihrer kleinen Stupsnase werden die Tiere Stumpfnasenaffen genannt. Kaum entdeckt, gelten die Stumpfnasenaffen allerdings schon als bedroht, weil ihr Lebensraum, der unberührte Regenwald, zerstört wird.

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