Faszination Regenwald

Bild Vielfalt im Regenwald

Fairer Handel

Um die tropischen Regenwälder schützen zu können, muss das Einkommen der Menschen vor Ort gesichert werden. Denn wer hungert, kümmert sich nicht um den Regenwald. Doch geht es Kaffee- und Teebauern in der Dritten Welt schlecht, weil sie ausgebeutet werden. Der Grund sind niedrige Weltmarktpreise für Kaffee und Tee, und die Gewinne streichen Zwischenhändler ein. Der bei uns billig gekaufte Kaffee geht also direkt auf Kosten der Bauern in Lateinamerika und Afrika.

Doch mit relativ kleinem Einsatz, kann jeder Verbraucher etwas dazu beitragen, dass es irgendeinem Menschen irgendwo auf der Welt etwas besser geht - Stichwort fairer Handel!

TransFair – Handel, nicht Hilfe

1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Den Verein tragen 39 Mitgliedsorganisationen und Förderer aus den Bereichen Entwicklungsarbeit, Kirche, Umwelt, Sozialarbeit, Verbraucherschutz, Genossenschaftswesen und Bildung.

TransFair handelt nicht selbst mit Waren. Der Verein vergibt vielmehr sein Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair ist also keine Marke, sondern zeichnet Produkte mit seinem Siegel aus, die zu festgelegten fairen Bedingungen gehandelt wurden.

Das TransFair-Siegel

Seit etwa 15 Jahren gibt es für fair gehandelte Produkte das "TransFair-Siegel". Was steckt hinter diesem Siegel? Das Siegel zeichnet Produkte aus, die nach den Fairtrade-Standards gehandelt wurden. Dazu gehören die Zahlung eines garantierten Mindestpreises, der nicht nur die Produktionskosten deckt, sondern zugleich soziale Projekte und Umweltschutz unterstützt. Verboten sind Kinderarbeit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Gefordert werden nachhaltiges und umweltschonendes Wirtschaften.

Logo: Transfair-Siegel

Das TransFair-Siegel

Kriterien zur Vergabe des TransFair-Siegels

Zum Beispiel Kaffee: Sowohl an den Kaffeepflücker in der Dritten Welt als auch an den Röster in Deutschland werden dabei hohe Ansprüche gestellt. Für die Kleinbauern bedeutet das:

  • Gleichberechtigung der Frauen
  • demokratische Gewerkschaften
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Einhaltung der Schulpflicht

Dann zahlt der Lizenznehmer einen höheren Preis als auf dem Weltmarkt üblich. Und bevor der Röster den Kaffee im Supermarkt verkaufen darf, muss er sich von renommierten Wirtschaftsprüfungsunternehmen durchleuchten lassen.

Was garantiert das Siegel?

Durch den Einkauf direkt beim Kleinbauern ist die Herkunft garantiert. Bis zu 5,- Euro für 500 Gramm ist der fair gehandelte Kaffee teurer. Dann aber kann man seinen Kaffee ohne schlechtes Gewissen genießen. Denn vom Aufpreis erhält der Kaffeepflücker den Löwenanteil.

Was kosten TransFair-Produkte?

Logischerweise sind TransFair-Produkte teurer als solche, die vom Weltmarktpreis bestimmt werden. 250 Gramm Kaffee beispielsweise kosten im Weltladen zwischen 3,50 und vier Euro - bei Tchibo mindestens einen Euro weniger. Eine Tafel Schokolade "Grand Noir Bio" kostet 1,09 Euro, herkömmliche Schokoladen gibt es im Kaufhaus bereits für 75 Cent.

Welche Produkte werden fair gehandelt?
  • Kaffee, Kakao & Tee
  • Obst & Saft
  • Süßes (Schokolade)
  • Wein
  • Reis
  • Sportbälle
  • Blumen ("fairfleurs")
  • Textilien mit Fairtrade-Baumwolle
Das Gepa-Fair-Handelshaus

Die Gepa ist die "Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt" und heute die größte Fair-Handelsorganisation Europas. Schon jetzt bietet die Gepa mit Sitz in Wuppertal in 800 deutschen Weltläden ihre Produkte an, in den nächsten Jahren werden noch einmal 120 moderne Verkaufsstellen dazukommen.

Die Organisation, die von den Kirchen getragen wird, verzeichnet in etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes aller Fair-Trade-Händler in Deutschland und hat Produzenten in über 170 Genossenschaften und Vermarktungsorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika als Partner. Von ihnen bezieht die Gepa zu fairen Preisen Lebensmittel, Handwerksartikel und Textilien.

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