Faszination Regenwald

Bild Nutzpflanzen

Die Feige

Der Feigenbaum ist ein 10 bis 15 Meter hoher Strauch oder Baum mit weichem Holz und Milchsaft, der austritt, wenn man die Rinde des Baums anritzt. Die Blätter haben lange Stiele, die einer Hand ähnlich sehen.

Blüten

Von außen sind die Blüten, deren Öffnungen fast vollständig verschlossen sind, nicht sichtbar. Die Kulturfeige Ficus carica wird von der Feigenwespe Blastophaga psenes bestäubt. Allerdings kann die Kulturfeige auch ohne Bestäubung Früchte ausbilden. Jedoch werden dabei keine Samen gebildet. Doch gerade die nussig schmeckenden Samen sind es, die sehr begehrt sind.

Feigenbaum

Die Feige (wissenschaftlicher lateinischer Name: Ficus carica) gehört zur Familie der Maulbeerbaumgewächse (Moraceae).

Früchte

Die Kulturfeige liefert dreimal jährlich Früchte. Normalerweise werden Feigen in getrockneter Form verzehrt. Bei den Früchten handelt sich dabei um den zur Reife angeschwollenen und fleischig gewordenen Blütenstand. Meist werden Sorten mit Samen für das Trockenobst bevorzugt. In den Erzeugerregionen werden Feigen auch als Frischobst verzehrt.

Herkunft und Geschichte

Die Heimat des Feigenbaumes liegt in Vorderasien. Schon die Ägypter schätzten die Feige - nicht nur ihrer Früchte wegen, sondern auch wegen des Holzes, aus dem sie Mumiensärge und Tempelstatuen fertigten. Schon im Altertum war die Feige im ganzen Mittelmeerraum verbreitet, wo heute noch über 90 Prozent der Welternte produziert werden. Sie gedeiht auch in subtropischen Zonen mit Sommerregen.

Nutzung

Die Gattung Ficus umfasst ca. 800 bis 1000 Arten, aber nur die Art Ficus carica entwickelt große essbare Früchte. Aus der Wildform des Feigenbaumes haben sich aus jahrtausendelanger Kultur zwei Formen entwickelt: die Sykomore (Bocks-, Holz-, Capri-, Esels-, Geiss-, Maulbeerfeige) und die Kulturfeige. Die Kulturfeige liefert essbare Früchte. Da sie nur weibliche Blüten ausbildet, werden Zweige der Sykomore in die Kulturfeigen gehängt, um die Bestäubung zu fördern.

Dr. Cornelia Dziedzioch

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