Faszination Regenwald

Bild Regenwald

Der tropische Regenwald

Warum heißt der Regenwald "Regenwald"?

Die Antwort lautet ganz einfach: weil es im Regenwald viel regnet. Und Wasser gibt es im tropischen Regenwald im Überschuss. Soweit es möglich ist, verwende ich hier den Begriff in der Mehrzahl, spreche also soweit möglich von den tropischen Regenwäldern. Denn der Begriff umfasst nicht nur die klassischen dauerfeuchten Tieflandregenwälder, sondern viele andere Arten von Wäldern, wie zum Beispiel Trocken-, Überschwemmungs-, Mangroven- und Mosaikwälder. Damit die klassischen dauerfeuchten Tieflandregenwälder entstehen können, müssen in etwa die folgenden klimatischen Voraussetzungen gegeben sein:

  • das ganze Jahr muss es warm sein mit wenig schwankenden Temperaturen von etwa 23°C bis 27°C,
  • es gibt keine Jahreszeiten mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter, sondern das Jahr wird eingeteilt in Regen- und Trockenzeit,
  • es muss sehr viel regnen, mindestens drei Mal so viel wie in Berlin, das heißt, die jährlichen Regenmengen erreichen mindestens 2000 Millimeter,
  • die Luft ist warm und feucht, häufig bildet sich Nebel,
  • die Verdunstungsrate liegt unter der abgegangenen Regenmenge, das heißt, es regnet mehr als Wasser anschließend wieder verdunstet.
Extreme der Natur

Die höchsten Regenmengen wurden in Indien im Bundesstaat Mehalaya gemessen: 13.000 Millimeter pro Quadratmeter und Jahr. Der trockenste Ort der Welt liegt in Ägypten, wo nur 300 Millimeter Regen pro Quadratmeter pro Jahr fallen.

Weiterhin beeinflussen Gebirgsketten, Meeresströmungen, Winde und Böden wo tropische Regenwälder entstehen können. Die klassischen dauerfeuchten Tieflandregenwälder gibt es im westlichen Amazonien und im östlichen Kongobecken.

Bäume wohin das Auge blickt

Bäume dominieren das Bild eines tropischen Regenwalds. Zwar gibt es Baumarten in tropischen Regenwäldern, die ihre Blätter zu bestimmten Zeiten vollständig abwerfen, ähnlich wie unsere einheimischen Laubbäume im Winter. Doch die meisten Baumarten sind immergrün, das heißt, sie werfen ihre Blätter nicht alle auf einmal ab, sondern sie ersetzten ihre alten Blätter nach und nach.

Es gibt auch andere Wuchsformen in tropischen Regenwäldern, zum Beispiel Palmen, Baumfarne und Bambus. Besonders sumpfige Bereiche können wegen des hohen Wasseranteils im Boden fast ausschließlich von spezialisierten Palmen besiedelt sein, während andere Bereiche von undurchdringlichem Bambus-Dickicht durchzogen sind.

nach oben nach oben